Implantologie

Die Implantologie beschäftigt sich damit, verloren gegangene oder nicht mehr erhaltungswürdige Zähne mit künstlichen Zahnwurzeln, die in den Knochen eingebracht werden, zu ersetzen.

Das Ziel ist dabei, ein Fundament für festsitzenden Zahnersatz oder für die stabile Verankerung von herausnehmbarem Zahnersatz zu schaffen, um die Kaufunktion, die notwendige Abstützung und die Ästhetik wieder herzustellen.

Die Möglichkeiten sind vielfältig. In einigen Fällen ist eine Herstellung eines statisch und funktionell  anspruchsvollen Zahnersatzes ohne Implantate gar nicht möglich. In anderen Fällen werden gesunde Zähne durch eine Implantatversorgung geschont und müssen nicht beschliffen werden oder die Statik wird durch zusätzliche Pfeiler deutlich verbessert.

In jedem Fall tragen Implantate zum Erhalt der knöchernen Strukturen bei. An den Stellen, an denen Implantate im Knochen stehen, kommt es zu einer Art Training, zu einer Stimulation der Knochenzellen, was zum strukturellen Erhalt des Knochens beiträgt.

In den Fällen, in denen durch Implantate die Schleimhautlagerung einer Prothese reduziert oder vermieden wird, ist der Effekt noch größer, da eine Schleimhautlagerung den Knochenabbau noch fördert.

Unsere Praxis ist seit über 20 Jahren als implantologische Zahnarztpraxis etabliert und zertifiziert (BDIZ EDI).

Eine Versorgung mit Implantaten setzt eine umfangreiche Diagnostik, Beratung (evtl. auch 3-D-Röntgen) und Planung voraus. Dabei berücksichtigen wir natürlich im Interesse der Patienten die voraussichtliche Therapiezeit, den gegenwärtigen Befund, die Prognosen, Risiken, unterschiedliche Materialien (Titan oder Zirkondioxid), die Möglichkeiten einer komfortablen Übergangsversorgung bis zur Herstellung des endgültigen Zahnersatzes und natürlich die Kosten. In komplexen Fällen bieten wir oft zwei bis drei verschiedene Lösungswege an.

Titanimplantate

  • bestehen fast aus reinem Titan
  • hervorragende Osseointegration (Einwachsen an den Knochen)
  • mechanisch gut belastbar
  • aufgrund verschiedener prothetischer Komponenten vielseitige Anwendungsmöglichkeiten
  • bei fast allen Patienten sehr gute Verträglichkeit
  • ein Test auf Titan-Unverträglichkeit kann vor Implantation vorgenommen werden (Kosten ca. 60 €)

Keramikimplantate

  • bestehen aus Zirkoniumdioxid
  • vergleichbare Osseointegration wie bei Titanimplantaten
  • wenige prothetische Komponenten, hauptsächlich für festsitzenden Zahnersatz geeignet
  • weißes Material, kein Durchschimmern durch Schleimhaut
  • keine Korrosion, hervorragende Verträglichkeit, keine Irritationen des Immunsystems
  • geringere Bakterienaffinität, deshalb weniger Plaqueeinlagerung
  • moderne Keramikimplantate brechen nicht
  • metallfrei, kleine Leitung von Wärme und Elektroenergie
  • hervorragende Anlagerung von Knochen und Zahnfleisch

Ansprechpartner

Dr. med. dent. Lars Börner